Das ältere Pärchen unten auf der Straße ist wieder dabei. Es ist Herbst, die Blätter verfärben sich und sie ziehen noch einmal die Leiter heraus. Sie haben sich selbst versprochen, dass Sie, wenn Sie sie das nächste Mal dort oben sehen, anbieten werden, die Fallrohre zu reinigen. Es ist eine gute nachbarschaftliche Geste. Aber wenn man ihnen dabei zusieht, wie sie kämpfen, fragt man sich: Wäre es nicht einfacher, wenn sie einfach Dachrinnenschutz installieren würden?
Sie haben die Anzeigen gesehen. Sie haben die Behauptungen gehört. Sie möchten wissen, ob diese Geräte tatsächlich funktionieren oder ob sie nur ein Marketinggag für faule Hausbesitzer sind.
Die Antwort ist kompliziert. Und in der Welt der Hauswartung bedeutet „kompliziert“ normalerweise „es kommt darauf an“.
Die Realität des Dachrinnenschutzes
Hier ist die harte Wahrheit: Experten sind sich einig, dass kein einzelnes Produkt einen narrensicheren Schutz bietet. Wenn Sie einen Schutz kaufen und erwarten, dass Sie nie wieder einen Blick auf Ihre Dachrinnen werfen, werden Sie enttäuscht sein.
Dachrinnenschutz machen Ihr Entwässerungssystem nicht unbesiegbar. Sie werden nicht jeden Zweig, jede Tannennadel und jede Samenkapsel, die von Ihrer Eiche fällt, auf magische Weise abwehren.
Sie sind jedoch nicht nutzlos.
Richtig installierte Schutzvorrichtungen reduzieren die Häufigkeit der Reinigungen erheblich. Möglicherweise können Sie die lästige Arbeit nicht vollständig beseitigen, aber Sie werden sie wahrscheinlich reduzieren. Anstatt zweimal im Jahr große Mengen nassen Schlamms herauszukratzen, müssen Sie möglicherweise nur einmal schnell ausspülen. Das ist ein erwägenswerter Kompromiss.
Bevor Sie mit dem Einkaufen beginnen, schauen Sie sich Ihre spezifische Umgebung an.
- Herbst: Starker Laubfall.
- Winter: Schnee- und Eisdämme können selbst die besten Schutzvorrichtungen verstopfen, wenn sie nicht für kaltes Klima ausgelegt sind.
- Frühling/Sommer: Pollen, Samen und kleinere Ablagerungen von umliegenden Blättern.
Ihr Klima und Ihre Baumbedeckung bestimmen, welches System tatsächlich helfen könnte.
Arten von Dachrinnenschutzvorrichtungen erklärt
Es gibt keine einheitliche Branchenklassifizierung, aber die meisten Produkte lassen sich in sechs große Kategorien einteilen. Das Verständnis der einzelnen Mechanismen hilft Ihnen bei der Entscheidung, welches Modell zu Ihrem Dach passt.
Rückwärtskurvenschutz
Diese nutzen Schwerkraft und Oberflächenspannung. Die Kante des Schutzgitters verläuft nach unten in die Dachrinne hinein. Wasser bleibt an der Kurve hängen und fließt hinein. Große Trümmer, die die Lücke nicht überbrücken können, fallen zu Boden. Sie sehen elegant aus, können sich aber dennoch auf der Dachschräge kleine Ablagerungen ansammeln.
Netzschutz
Dabei handelt es sich um Platten mit winzigen Löchern, die an Ihren Dachschindeln befestigt werden. Die Größe des Lochs ist wichtig. Kleine Löcher filtern Schmutz wie Kiefernnadeln heraus und lassen gleichzeitig Wasser durch. Große Löcher verstopfen schneller. Das Netz ist langlebig, kann aber mit der Zeit durch feinen Schlamm oder Moos verstopft werden.
Flaschenbürstenschutz
Denken Sie an die borstigen Bürsten, die Sie in Vogeltränken einsetzen, um die Landung von Tauben zu verhindern. Diese Borsten stehen aufrecht in Ihrer Dachrinne. Oben liegen Trümmer. Durch die Lücken fließt Wasser in das Fallrohr. Sie sind einfach zu installieren, aber die Borsten selbst können nasse Blätter einfangen und so eine Matte bilden, die das Wasser blockiert.
Nylonschutz
Diese sind für den Winter konzipiert und passen in die Dachrinne, ohne dass sie an Schindeln befestigt werden müssen. Sie verhindern die Bildung von Schnee und Eis. Wenn Sie in einem Klima mit starkem Schneefall leben, ist dies möglicherweise die beste Wahl. Sie stoppen das Laub im Sommer nicht, daher benötigen Sie möglicherweise einen saisonalen Austausch oder ein Hybridsystem.
Abdeckungen ohne Dachrinnen
Das sind keine Dachrinnenschutzvorrichtungen. Sie ersetzen die Dachrinnen vollständig. Dünne Lamellen leiten Regen von der Dachkante ab. Keine Dachrinnen bedeuten keine Verstopfungen. Sie bedeuten aber auch kein Rinnensystem. Wenn Sie spezielle Entwässerungsanforderungen haben, ist dies möglicherweise nicht die richtige Lösung.
Schaumstoffschutz
Dabei handelt es sich um Blöcke aus porösem Kunststoff, die direkt in die Dachrinne eingesetzt werden. Sie verhindern das Eindringen von Schmutz und lassen gleichzeitig Wasser durchsickern. Sie sind günstig und einfach zu installieren. Allerdings nehmen sie Wasser auf, werden schwer und können, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden, zum Nährboden für Schimmel oder Mücken werden. Sie müssen oft alle paar Jahre ausgetauscht werden.
Lohnt sich der Aufwand?
Sie haben zwei Wege.
- Beauftragen Sie einen Profi: Holen Sie sich Kostenvoranschläge von Installateuren für Dachrinnenschutz. Es ist sicherer als das Besteigen von Leitern und sie wissen, welches System zu Ihrer Dachneigung passt.
- DIY: Sie können Geld sparen, indem Sie sie selbst installieren. Einige Arten, wie Schaumstoff- oder Schlitzschutz, sind einfach. Andere, wie Mesh oder Reverse Curve, erfordern eine präzise Anpassung. Wenn Sie die Installation vermasseln, läuft Wasser hinter dem Schutzgitter über und Ihre Blenden verfaulen.
Ihre Dachrinnen brauchen eine Lösung. Die Dachrinnen Ihres Nachbarn brauchen eine Lösung. Aber ihre Lösung ist möglicherweise nicht Ihre Lösung.
Schauen Sie sich die Bäume rund um Ihr Haus an. Schauen Sie sich das letzte Mal an, als Sie den Schlamm beseitigt haben. Die Daten liegen direkt in der Gosse.
Jetzt wissen Sie, was da draußen ist. Die Frage ist, ob Sie die Leiter noch einmal erklimmen wollen.

































